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Schiffsfonds

Schiffsfonds – wer ist betroffen?

Schiffsfonds - Beratung und Informationen

Schiffsfonds oder Schiffsbeteiligungen sind geschlossene Fonds, die das von Anlegern eingebrachte Kapital in den Bau oder Erwerb von Seeschiffen investieren. Schiffsbeteiligungen sind in den meisten Fällen in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft (KG) strukturiert. Durch die Beteiligung als Kommanditist an einer Schiffsbeteiligung wird der Privatanleger also direkt zum (Mit-) Unternehmer und partizipiert somit ab dem Tag seines Beitritts von der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens Schiff.

Wo liegen die Risiken bei Schiffsfonds als Kapitalanlage?

Bis in das Jahr 2008 galten geschlossene Schiffsfonds als vermeintlich sichere Anlage mit hohen Renditechancen. - Der enorme Rückgang der Fracht- und Charterraten sowie ein bestehendes Überangebot an Containerschiffen bei gleichzeitig stagnierendem weltweitem Containerverkehr führten dazu, dass viele Schiffsfonds in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind und Schiffsfonds Verluste für die Anleger bedeuten. - Viele Fonds-Gesellschaften haben aufgrund der Schiffsfonds Pleite bereits Insolvenz angemeldet oder befinden sich in der Schiffsfonds Krise und arbeiten an Sanierungskonzepten, um den Schiffsfond zu sanieren.

Beispielhaft sind hier zu nennen: HCI Schiffsfonds, MPC Schiffsfonds, Dr. Peters Schiffsfonds, HTB Schiffsfonds u.a.

Nach Angaben von Stiftung Warentest werden zwei Drittel der geschlossenen Schiffsfonds die jährlichen Ausschüttungen nicht mehr bezahlen können. Selbst Rückzahlungen der bereits erhaltenen Ausschüttungen sind nicht ausgeschlossen. Häufig bringt die Sanierung eines Schiffsfonds ebenfalls nicht den gewünschten Erfolg.

Bis zu 250.000 Anleger sind an Schiffsfonds beteiligt

Schätzungen der Verbraucherzentralen zufolge haben sich in den vergangenen Jahren bis zu 250.000 Anleger an geschlossenen Schiffsfonds beteiligt. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt müssen viele dieser Anleger mit hohen Verlusten ihres Schiffsfonds rechnen. - Ausbleibende Ausschüttungen können ein erstes Signal hierfür sein. - Die Anteile vieler Schiffsfonds sind nur noch zu einem geringen Preis voraussehbar. - Viele Anleger möchten ihren Schiffsfonds verkaufen. Einen Käufer für diese Anteile zu finden ist jedoch nicht einfach, da es hierzu keinen geregelten Zweitmarkt gibt. - Die Gesellschaften können sogar unter Umständen Nachzahlungen von den Gesellschaftern fordern. - Im schlimmsten Fall müssen Anleger nicht nur mit einem Totalverlust rechnen, sondern könnten sogar im Falle einer Insolvenz für die Verluste der Gesellschaft in Haftung genommen werden.

2014: 450 Schiffsfonds insolvent

Laut einem Focus Bericht vom 25.11.2014 hatten zu diesem Zeitpunkt bereits 450 Schiffsfonds den Gang vor das zuständige Insolvenzgericht antreten müssen. Das Magazin beruft sich dabei auf die Einschätzung des Hamburger Schifffahrtsanalysten

Jürgen Dobert, der in einem Interview den finanziellen Schaden in einer Größenordnung von 10 Milliarden € angesiedelt hatte, hatte zudem geraten, Rücklagen für drohende Ausschüttungsrückforderungen, sowie im Falle der Liquidation des Fonds etwaig fällig werdender Steuernachzahlungen zurückzuhalten.

Risiko Schiffsfinanzierung

Weiteres Problem: Die in vielen Schiffsfonds bis dato noch ungelöste Kreditfrage Um überhaupt wirtschaftlich existenzfähig zu bleiben, waren und sind viele Schiffsfonds auf die Kreditzusagen externer Banken angewiesen. Trotz der sich derzeit abzeichnenden wirtschaftlichen Erholung reichen die erzielten Fracht- und Chartereinnahmen jedoch nach wie vor nicht aus, um die weiter auflaufenden Kreditraten bedienen zu können. Auf dem im vergangenen Jahr bereits zum 18. Mal stattgefundenen Forum Hansa Schiffsfinanzierung hat sich zwar die überwiegende Anzahl der sich auf die Schiffsfinanzierung spezialisierten Kreditinstitute erneut dafür ausgesprochen, an ihren notleidenden Krediten festhalten und Zwangsverkäufe von Schiffen weitestgehend vermeiden zu wollen. Allerdings – so die einhellige Expertenmeinung – werden gerade die Anleger in die Krise geratener Schiffsfonds auch im Jahr 2015 damit rechnen müssen, im Gegenzug verstärkt in die Sanierung der betreffenden Schiffsfonds eingebunden zu werden.

Wirtschaftliche Erholung am Containerschiffmarkt kann Absturz nicht verhindern

Obwohl die schlimmsten Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise überstanden zu seinscheinen und sich der wirtschaftliche Aufschwung auch im Segment der Containerschifffahrt durch steigende Beschäftigungszahlen bemerkbar macht, dürften Expertenkreisen zufolge auch die jüngsten Leistungsbilanzen für viele betroffene Schiffsfonds nach wie vor verheerend ausfallen: Ein Großteil der mit Erfolgsmeldungen im Zusammenhang mit deren Beteiligung ohnehin nicht reich gesegneten Schiffsfonds-Anleger dürfe daher auch im neuen Jahr von Hiobsbotschaften wie Nachschussforderungen und Ausschüttungsstopps nicht verschont bleiben.

Exkurs: Aktuelle Meldungen

Die Frankfurter Allgemeine berichtete am 20.12.2016 in einem Artikel über Schiffsfonds über die auch nach acht Jahren anhaltende Krise in der Schiffahrt. Nach wie vor sei kein Ende in Sicht und den Fondsanlegern drohe der Totalverlust.

In deren Ausgabe vom 13.03.2017 berichtet Fonds Professionell über den unter Branchenkennern viel beachteten Verkauf der Reederei Conti an deren Mitbewerber Claus-Peter Offen.

Haftung für falsche Beratung -

Sollten Anleger von Ihrem Anlageberater oder von Ihrer Bank nicht umfassend über die Risiken und Nachteile einer Beteiligung an einem geschlossenen Schiffsfonds aufgeklärt worden sein, d.h. bei Vorliegen einer Falschberatung zum Schiffsfonds, bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche. - Des Weiteren kommt für die Anleger von Schiffsfonds in Betracht, gegen die Initiatoren der Fonds und gegen den Vertrieb Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Schadensersatzansprüche können sich zum einen aus Prospekthaftung, zum anderen aufgrund Falschberatung ergeben. - In zahlreichen Gerichtsurteilen, u.a. auch bei Urteilen zu Schiffsfonds, wurde zudem festgestellt, dass die beratende Bank beim Verkauf von geschlossenen Fonds die Rückvergütungsgebühren offenlegen muss. Deshalb kann im Fall der Zahlung von versteckt geflossenen Innenprovisionen (Kick-back) und mangelnder Information hierüber der Anleger verlangen, so gestellt zu werden, als hätte er die Beteiligung nicht geschlossen. Unserer Kanzlei ist es bereits mehrfach gelungen positive Urteile bei Schiffsfonds zu erstreiten.

Was können betroffene Schiffsfonds-Anleger jetzt tun?

Betroffene Anleger von Schiffsfonds haben die Möglichkeit, deren in Betracht kommenden Ansprüche umfassend überprüfen lassen. Die rechtliche Einschätzung und Empfehlung kann dabei anhand des jeweiligen Falles unterschiedlich ausfallen.

Unser Angebot: Kostenfreie Ersteinschätzung

Nutzen Sie jetzt unser Angebot einer kostenfreien Ersteinschätzung sämtlicher Ihrerseits gezeichneten geschlossenen Fondsbeteiligungen! Füllen Sie hierfür einen der folgenden Fragebögen aus und lassen uns selbigen mitsamt den darin erbetenen Unterlagen schnellstmöglich zukommen.

Nach Auswertung Ihrer Unterlagen erhalten Sie dann umgehend eine fundierte Ersteinschätzung hinsichtlich der Erfolgsaussichten Ihres Falles.

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